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Auf dem Gelände der heutigen Hannover Messe befand sich bis zum zweiten Weltkrieg eine Flugzeugwerft. Die britische Militärregierung war nach dem Krieg auf der Suche nach einem geeigneten Ort für eine Handelsmesse in Deutschland. Der früher führende Messestandort Leipzig lag nach Ende des Zweiten Weltkriegs in der Sowjetischen Besatzungszone und kam deswegen nicht in Frage. Die Hallen der ehemaligen Metallwerke Hannover (MEHA) in Laatzen (heute Hannover-Mittelfeld) schienen für dieses Vorhaben geeignet. Im Jahr 1947 wurde dann die Exportmesse 1947 in Hannover veranstaltet, die später in die Hannover Messe überging. Diese Messe in Hannover war ein Erfolg und Hannover war als Messestandort etabliert. Das Messegelände Hannover befindet sich heute im Süden der Landeshauptstadt Hannover (Stadtteil Mittelfeld). Die Hannover Messe mit einer überdachten Fläche von 496.000 m² und mit 27 Messehallen das größte Messegelände der Welt. Zu der 131 Hektar großen Kernfläche der Hannover Messe (ohne das neue Expo-Gelände) gehört außerdem ein Tagungszentrum. Betreiberin des Geländes der Messe Hannover ist die Deutsche Messe AG (DMAG). Die Stadt Hannover entstand irgendwann im Mittelalter als kleine dörfliche Siedlung auf einer hochgelegenen und damit hochwasserfreien Terrasse der Leine (Honovere= das hohe Ufer). Daneben lag ein bedeutender Flussübergang, denn hier kreuzten sich zwei wichtige alte Fernstraßen. Aus der kleinen Siedlung der Fährleute und Flussfischer entwickelte sich im Hohen Mittelalter unter dem Schutz der Grafen von Roden eine kleine Marktsiedlung die schon bald Stadtrechte bekam und an die Welfen verkauft wurde. 1241 stellt der welfische Herzog "Otto das Kind" ein Stadtprivileg aus, das bis dato als älteste Erwähnung der Stadt Hannover gilt. Es war damals schon ein lebendiges, von selbstbewußten Handwerker, Händlern und Gewerbetreibenden geprägtes Zentrum. Im 14. Jahrhundert wurde die Stadt mit einer soliden Mauer befestigt, nur drei Tore stellten die Verbindung zur Außenwelt her: das Leintor, das Aegidientor und das Steintor. Aus der Zeit stammen auch die drei gotischen Kirchen, Aegidien, Markt- und Kreuzkirche, wobei die beiden ersten auf Strukturen älterer Gebäude stehen. Hundert Jahre später wurde das Rathaus neben der Marktkirche gebaut, heute das Alte Rathaus, das jahrhundertelang Machtzentrum der Stadt war. Bis zum 17. Jahrhundert veränderte sich Hannover kaum. Damals entschied sich Herzog Georg von Calenberg, den 30jährigen Krieg lieber in der gut befestigten Stadt Hannover zu verbringen als draußen in einem seiner Schlösser. Er machte Hannover 1636 zur Residenz. Das alte Minoritenkloster direkt an der Leine wurde zum herrschaftlichen Schloß ausgebaut. Gegenüber, auf der anderen Seite des Flusses entstand die Neustadt, in der der Herzog seinen ganzen Anhang unterbrachte: Verwaltungsleute, Bedienstete, andere, die in der Nähe des Hofes sein wollten - sie bezogen schicke Neubauten, einheitlich in schwarz-weißen Fachwerk gebaut. Und da die Neustadt von Hannover in Richtung Calenberg lag, nennt man sie bis heute die Calenberger Neustadt. Der Herzog und seine Nachfolger machten Karriere . Sie wurden Kurfürsten (dafür musste in die Calenberger Neustadt eine katholische Kirche gebaut werden, die Clemenskirche) und schließlich 1714 sogar Könige, aber von England. Während der Personalunion tat sich nicht viel in Hannover. Einzig, dass nach dem Siebenjährigen Krieg die Festungsanlagen abgebaut wurden - an ihrer Stelle entstanden großzügige Promenaden, der heutige Friedrichswall und die Georgstraße. Im 19. Jahrhundert, nachdem die napoleonische Zeit überstanden war, Hannover zum Königreich erhoben und die Personalunion beendet war, wirkte in Hannover Hofbaumeister Laves. Viele Um- und Neubauten wie die Schlösser in der Stadt und in Herrenhausen, der Waterlooplatz, der Bahnhof und das Opernhaus sind an Laves' Reißbrett entstanden und gaben der Stadt ein charakteristisches Gesicht. Zwischen Bahnhof und Altstadt entstand die Ernst-August-Stadt, in der sich viel Handel, Gewerbe und Dienstleistungen konzentrierten und damit ein neues Stadtzentrum bildeten. Nun begann Hannover zu wachsen. Erste Eingemeindungen erfolgten, aber mit der Industrialisierung ging es erst richtig los nach 1866, nach der Annektion durch Preußen, denn die hannoverschen Könige wollten in ihrer Residenzstadt keine dreckige Industrie. Dafür erlebte Hannover in der Gründerzeit nach 1871 geradezu einen Boom: überall neue Industriebetriebe, neue Stadtviertel entstanden, Dörfer wurden eingemeindet. Auch die Stadt Linden kam 1920 dazu. Der Bau des Mittellandkanals und später der Autobahn schloß den alten Knotenpunkt Hannover auch an moderne Verkehrsnetze an. Der zweite Weltkrieg warf die Entwicklung der Stadt heftig zurück: Fast zwei Drittel der Gebäude in Hannoverlagen 1945 in Trümmern oder waren ausgebrannt, etliche Menschen waren obdachlos. Dazu kamen auch noch viele Flüchtlinge. Es war eine harte Zeit, aber als 6,3 Millionen Kubikmeter Trümmer geräumt waren, ging der Wiederaufbau voran. Die Stadt Hannover erholte sich schneller als man dachte. Auf den Trümmern wurde eine moderne Stadt errichtet. Hannover ist bis heute eine Großstadt im Grünen geblieben ist. Hannover ist die Landeshauptstadt mit bedeutsamen kulturellen Einrichtungen, guten Einkaufsmöglichkeiten und überregional bedeutenden Ereignissen. Bereits 1947 wurde Hannover zur Messestadt und setzt immer noch Maßstäbe: im Jahr 2000 durch die EXPO 2000